Aero-Club Langenselbold

   

Bericht von Susan Breitenbach vom HLB

Isa Erdmann(16) und Jil Bauer(15) fliegen erstmalig alleine

In den vergangenen zwei Wochen war der AC Langenselbold zu Gast beim thüringischen Segelflugverein in Bad Berka. Direkt am Thüringer Wald gelegen, konnten die Mitglieder eine der besten Thermikrennstrecken Deutschlands austesten.

Freundliche Gastgeber aus dem Nachbarland sorgten für unbeschwerte zwei Wochen Fliegen pur. Weit über 300 Starts wurden auf dem kleinen Flugplatz am Ortsrand von Bad Berka gelegen, durchgeführt. Neben der Fliegerei konnte am Lagerfeuer gerillt werden und sämtliche Einrichtungen des Vereins mitgenutzt werden. Auch das nahe gelegene Weimar wurde besucht.

Die Ausbildung lief auf Hochtouren. So konnte Ausbildungsleiter Janis Wacker gleich zwei Flugschülerinnen in das neue Element entlassen. Isa Erdmann und Jil Bauer erlangen ihre Alleinflugreife und dürfen nun bereits in ihrem jungen Alter ein Segelflugzeug alleine steuern. Die Ausbildung wird nun in Langenselbold weitergeführt wo sie mit bereits 17 Jahren die Fluglizenz zum steuern von Segelflugzeugen erwerben werden.

Mit Stolz blickt der Vorstand des Vereins auf die bunt gemischte Altersstruktur wo jung und alt sich gegenseitig hilft um sein Hobby ausüben zu können.

Zur Tradition nach dem ersten erfolgreichen Alleinflug zählt es dem Probanden kräftig den Hintern zu versohlen, dazu wird der Hintern erst einmal mit einem Wasser angefeuchtet. Damit der Pilot später das nötige Hosenbodengefühl erhält dürfen alle Vereinsmitglieder dem Piloten einen Klaps auf den Hintern geben. Anschließend bekommt der Alleinflieger vom Fluglehrer einen Strauß mit Disteln und Brennesseln überreicht damit auch die Hände später feinfühlig mit dem Fluggerät umgehen.

Vergangene Woche nutzten die Langenselbolder Segelflieger das hochsommerliche Wetter, um am längsten Tag des Jahres gemeinsam den Sonnenaufgang zu erleben.

16 unermüdliche Piloten verabredeten sich morgens um 03.00 Uhr, um im Scheinwerferlicht die Vorbereitungen für die ersten Starts bei Sonnenaufgang zu treffen. Nach ein paar herrlichen Flügen bei angenehmen Temperaturen wurden die Flieger wieder in die Halle gebracht und den Abschluss bildete ein tolles gemeinsames Frühstück auf der Landebahn.

Währenddessen kämpfte das Team Stefan Schreyer/Lukas Wagner in Zwickau auf der Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug in der Doppelsitzerklasse. Sie erreichten einen sehr erfolgreichen 11. Platz.

 

Der zweite Vertreter Siegfried Samson macht sich auf den Weg nach Stendal bei Magdeburg zu den dortigen Deutschen Meisterschaften in der 18 m-Klasse. Diese beginnen am kommenden Dienstag und dauern knapp zwei Wochen.

Impressionen vom Sunrise-Fliegen:

 

3650 km im reinen Segelflug an fünf Tagen

In der vergangenen Woche fand unter der Leitung des Wettbewerbspiloten

Sigi Samson der zweite Streckenfluglehrgang am Flugplatz Langenselbold statt.

Die acht Teilnehmer des Lehrgangs flogen an insgesamt fünf Tagen zusammen mit den Trainern Samson und Stefan Schreyer auf verschiedenen Flugzeugmustern überland. Jeweils ein Teilnehmer konnte direkt mit den Trainern im Doppelsitzer hautnah trainieren, während drei Piloten auf den Einsitzern hinter den Trainern herflogen. An fast allen Tagen der vergangenen

Woche konnte geflogen werden. So lernten die Piloten unter Anleitung das Sauerland, die Rhön, den Vogelsberg, den Spessart, den Odenwald und den mittelfränkischen Steigerwald aus der Vogelperspektive kennen. Ziel war es, den jungen Lizenzinhabern Vertrauen in das Wetter und ihr Fluggerät zu vermitteln.

Unter großer Begeisterung wurden die Flüge vorbereitet und dann gemeinsam durchgeführt. Auch zwei Außenlandungen ohne Schaden an den Flugzeugen gehörte zur Erweiterung des fliegerischen Horizonts. Den einzigen schlechten Tag nutzte Trainer Samson, um den Teilnehmern eine gezielte meteorologische Flugvorbereitung zu vermitteln und ihnen die sportlichen Regeln im Streckensegelflug zu erklären. So vorbereitet hofft der Aero Club, dass noch mehr Piloten die grenzenlose Freiheit des Streckensegelfluges erleben wollen.

Ein gemeinsamer Grillabend am Vatertag rundete die Veranstaltung ab.

 


Trainer Sigi und Matthias

 


Die Teilnehmer des Streckenfluglehrgangs (v.l.n.r.: Mike, Niels, Matthias, Jan, Henri, Basti, Claus, Trainer Sigi, Andreas, Trainer Stefan, Dennis)

Am vergangenen fand im Vereinsheim die jährliche Versammlung der Selbolder Segelflieger statt. Neben einer unfallfreien Saison 2017 konnte Präsident Jochen Wirth über zahlreiche Erfolge berichten und auch einige Mitglieder für Ihre Verdienste ehren. Wie bereits berichtet konnte Stefan Schreyer den Titel des Deutschen Vizemeisters  in der Doppelsitzerklasse erfliegen. Siegfried Samson wurde Vizemeister in Hessen in der 18 m-Klasse und gewann den Jenacup 2016, sowie den Internationalen Hockenheimwettbewerb in diesem Jahr.

Für 25 jährige Vorstandsarbeit als Kassierer wurde Stefan Sauerbier geehrt. Andreas Hufnagel erhielt die Ehrennnadel des Hessischen Luftsportbundes für 10 jährige Arbeit als Werkstattleiter für den Verein.

In diesem Jahr findet ein Streckenfluglehrgang am Flugplatz Langenselbold statt, bei dem die jungen Lizenzinhaber an die Faszination des Streckensegelfluges herangeführt werden sollen. Im Sommer findet das jährliche Fluglager in Bad Berka in Thüringen statt.

Stefan Schreyer wird den Verein bei den deutschen Doppelsitzermeisterschaften im Juni in Zwickau in Sachsen vertreten während Siegfried Samson die hessischen Fahnen bei den Deutschen Meisterschaften in Sachsen-Anhalt in Stendal vertritt.

 

Besonders freut sich der Verein über die Flüge in der vergangenen Woche. Stefan Schreyer mit Bastian Amberg als Copilot flogen über 900 km im reinen Segelflug von Langenselbold und Lukas Wagner schaffte immerhin 750 km bis nördlich des Teutoburger Waldes.

 

In der Osterwoche fand im badischen Hockenheim der 39. Internationale Wettbewerb im Streckensegelflug statt. Auch in diesem Jahr konnten die Ausrichter wieder Gäste aus der Schweiz und den Niederlanden begrüßen. Bei wieder eher winterlichen Wetterbedingungen konnte an immerhin fünf Tagen geflogen werden.

An den Wertungstagen wurden hauptsächlich Aufgaben im Rheintal und dem Odenwald gestellt in der Größenordnung zwischen 200 km und 400 km. Bei diesem zentralen Wettbewerb gilt es immer die Flugstrecke möglichst schnell zu bewältigen. Sobald die Sportleitung das Abflugtor freigibt kann jeder Pilot entscheiden wann er seinen Flug beginnt. Gewertet wird am Ende die Geschwindigkeit der Teilnehmer.

Gleich den ersten Flugtag am Ostersonntag konnte Samson mit einem Tagessieg für sich entscheiden. An den folgenden Flugtagen die allesamt durch eine hohe Schauerneigung mit Schneefällen gekennzeichnet waren flog der Jumbokapitän konstant in den vorderen Rängen. Am Donnerstag konnte die Wettbewerbsleitung die größte Aufgabe mit 540 km bis ins bayrische Kulmbach und Ellwangen stellen die von Samson als zweitschnellstem bewältigt wurde. Am letzten Flugtag reichte ihm ein dritter Rang um den 39. Hockenheimwettbewerb souverän mit  großem Vorsprung für sich zu entscheiden.

1. Samson,Siegfried AC Langenselbold  Ventus 2cxm 3583 Punkte
2. Gmeiner,Wolfgang LSR Aalen Ventus 2c  3414 Punkte
3. Müller, Charly SFG Guilini Ludwigshafen Ventus CT

3386 Punkte

 

Am vergangenen Wochenende fanden auf dem hessischen Fliegertag in Marburg die Ehrungen für die sportlichen Leistungen der vergangenen Saison statt.

Wieder waren Langenselbolder Sportler mit ganz vorne dabei. Mit Flugstrecken bis zu 900 km wurde der Fluglehrer Stefan Schreyer Deutscher Vizemeister auf dem Doppelsitzer ASG 32 Mi.

 

Ebenfalls wieder erfolgreich war Siegfried Samson der im Jahr 2016 den Titel des hessischen Vizemeisters in der 18-m Klasse erreichen konnte. Beide Spitzensportler werden zudem die hessischen Fahnen auf den zentralen deutschen Meisterschaften im Jahr 2017 vertreten. Stefan Schreyer wird im Juni im sächsischen Zwickau in der Doppelsitzerklasse antreten, während Samson im Juli in Stendal in Sachsen- Anhalt in der 18 m-Klasse vertreten sein wird.

veröffentlicht im Hanauer Anzeiger am 04.11.2016

Am vergangenen Wochenende fand der Endausscheid der besten jugendlichen Segelflieger aus Deutschland in Hellingst bei Bremerhaven statt. 44 Teilnehmer betrug das Starterfeld in Norddeutschland. Am Freitag wurden die ersten Trainingsflüge unternommen und am frühen Samstagmorgen begannen die erstenWertungsflüge. In zwei Durchgängen mussten die jungen Flieger beweisen was sie können. Bewertet wird der komplette Flug vom Start bis zur Landung auf präzises Fliegen. Im Fluge müssen bestimmte Übungen wie Kreiswechsel und hochgezogenen Fahrtkurven möglichst genau vorgeflogen werden.

Zum Schluss wird eine Ziellandung von der Jury bewertet. Matthias Hentschel vom AC Langenselbold konnte in Hellingst den fünften Platz erfliegen und gemeinsam mit Frederick Schomber sogar die Länderwertung für sich entscheiden. Sieger des diesjährigen BJVF wurde Ron Kwiatkowski vom Fliegerclub Brandenburg.