Aero-Club Langenselbold

   
Wertungsflug sieben mit Tagesplatz 28 beendet/ Thermik machte ab 17.00 Uhr schlagartig Pause/ Wetter forderte den Piloten viel ab

Mit dem 22 Gesamtplatz schloss Susanne Schödel in der 15-Meter Klasse die 31. FAI Segelflug-WM in Szeged/Ungarn ab. Wie die restlichen 145 Piloten aus 33 Nationen auch, hatte die Frankfurterin mehrmals mit den Unbilden des Wetters zu kämpfen.

Susanne Schödel hat sich bei der Segelflug-WM in Szeged/Ungarn unter 48 Piloten mit Gesamtplatz 22 in der vorderen Hälfte der 15-Meter Klasse platziert

Nicht vergessen wird sie ihre abenteuerliche Außenlandung in Serbien die sie mit zahlreichen Mitbewerbern ereilte. Bei homogenen Wetterbedingungen hielt die Frauenweltmeisterin der 15-Meter Klasse gut in der Männerwelt mit. Entgegen dem Vorjahr, wo bei der Frauen-WM in Szeged fast nur Super Thermik die Teilnehmerinnen verwöhnte, herrschte dieses Jahr eher mäßiges Wetter vor.

Der letzte Wertungstag (06. August) „fiel schweren Gewittern zum Opfer" berichtet Susanne Schödel vom Flugausfall. Denn die Wettbewerbsleitung wollte es noch einmal wissen und liess 146 Piloten aus 33 Ländern ihre Segelflugzeuge nochmals zum Start bereitstellen. Ein schweres Gewitter zog schneller als erwartet von Serbien heran. „Es blieb nur noch die Möglichkeit, die Luftrenner schnell in sichere Flugzeughänger zu verstauen. Für Teammeteorologen Erland Lorenzen herrschte in Ungarn bei dieser Segelflug-WM durchweg untypisches Wetter vor. „Normalerweise gibt es um die diese Zeit richtiges Rennwetter mit hoher Wolkenbasis“ so Lorenzen.

Wertungsflug sieben brachte für Schödel nochmals eine 294,6 km lange Racing Task. Nur 12 Piloten konnten die Aufgabe schaffen. Tagesieger wurde der Ungarische Weltmeister György Gulyas, der die schwere Flugaufgabe mit 73,3 km/h schaffte. Susanne Schödel musste nach 250,7 km Außenlanden, nachdem die Thermik schlagartig zusammenbrach. Mit etwas mehr Thermikglück, wäre dem Mitglied vom AC Langenselbold durchaus der Sprung unter die besten zehn der Wertung zuzutrauen gewesen.

„Bei manchen Pech, es hat doch Spaß gemacht“ analysiert die angenehme Segelfliegerin ihren ersten WM-Auftritt bei einer Offenen Segelflug-WM.

Endstand nach sieben Wertungsflügen:

1. Stefano Ghiorzo Italien Diana 2 5959 Punkte.
2. Leigh Wells United Kingdom ASG 29 5826.
3. Thomas Gostner Italien Diana 2 5719.
22. Susanne Schödel Deutschland Ventus 2 5051.
37. Georg Theisinger Deutschland ASW 27 3994.
44. Martin Theisinger Deutschland ASW 27 3353.

 
Im aufbauenden Hoch schnell unterwegs/ in Gesamtwertung wieder leicht Boden gut gemacht

Mit ihrer bisher besten Tagesplatzierung (Tagesrang sechs 82,0km/h) schloss Susanne Schödel vom AC Langenselbold Wertungsflug sechs bei der Segelflug-WM im Ungarischen Szeged ab.

Nachdem gegen Mittag des 04. August das Wetter doch noch ein Einsehen hatte, schrieb die Wettbewerbsleitung für die 15-Meter Klasse eine zwei Stunden Speed Task aus. Punkt 14.00 Uhr wurde gestartet und die Flugzeuge zur ersten Thermik geschleppt. Anfangs lag die Wolkenhöhe noch tief. Ein Ausgang des Fluges war Ungewiss.

Klarmachen zum Start

Doch nach und nach übernahm die Sonne wieder die Überhand, nachdem es in der Nacht ausgiebig in Szeged geregnet hatte. Damit war aber auch die schwüle und drückende Hitze fürs erste weggeräumt, während in Deutschland fast schon Herbst herrscht.

„Während des Fluges hatte ich eigentlich ein schlechtes Gefühl über den Flugverlauf“. Doch auch eine Weltmeisterin kann sich täuschen, was die gute Tagesplatzierung mit Tagesplatz sechs und 82,0 km/h belegt. Zum siebten Flugtag ist Susanne Schödel zu einer 425 km langen Flugaufgabe gestartet. Dabei ist Kondition gefragt, da nicht unbedingt exzellente Flugbedingungen den Weg vorgeben.

Susanne Schödel erlebt turbulente Rückholtour/ Verschlammte Äcker, Flugzeuge und Hängergespanne/ Grenzkontrolle verlief zäh

Bei der 31. FAI Segelflug-WM in Szeged/Serbien ist  Susanne Schödel vom  AC  Langenselbold derzeit beste deutsche Pilotin  der 15-Meter Klasse. Martin und Georg Theisinger liegen deutlich hinter der amtierenden  Frauenweltmeisterin, die in Szeged weiter Punkte gut machen will. So bleiben Susanne Schödel noch vier Flugtage, um sich in der Wertung vom 25. Gesamtrang wieder Richtung Top Ten  vorzuarbeiten.

Wertungsflug vier wird die Ventus  2 Pilotin so schnell nicht mehr vergessen. Eine Außenlandung in Serbien brachte ein einziges Abenteuer. Eigentlich hatte die 15-Meter Klasse eine Flugaufgabe von 334,1 km zu absolvieren. Doch der Flug verlief bei zunehmender Blauthermik nahtlos zäh." In 200 - 600 Meter über Grund sind wir quasi mit dem ganzen 15-Meter Klasse Pulk über die Donau gekrochen" schildert Susanne den anstrengenden Flug. Ohne die anderen Flugzeuge, die immer wieder Aufwinde markierten; hätte man es nicht lang geschafft  oben zu bleiben!"

Doch ausgerechnet die letzte Wende lag über Serbien. „Gegen eine tiefstehende Sonne konnte man die Landschaft in Flugrichtung nur schemenhaft erkennen" so Schödel. Dann war klar, das gar nichts mehr geht: wir mussten landen. Einladend sah das Ganze nicht aus, da viele Felder eher einer Sumpflandschaft, vom Regen der Vortage glichen.

Volle Konzentration für Susanne war gefragt, als sie ihren Ventus 2 sicher zur Erde zurückbrachte. Rund um sie herum landeten immer mehr Konkurrenten auf diversen Feldern. Auch Georg Theisinger war mittlerweile neben seiner Teamkollegin in Serbien gestrandet. Bruder Martin abseits auf einem Acker gestrandet. „Alleine im fernen Land hieß es für Martin Theisinger ".

Beim Versuch eine Zufahrt für die Rückholmannschaft zu finden, traf er als erstes einen Angler, der zu verstehen gab, der Weg ginge hier nicht weiter. „An diesem Abend bin ich bestimmt  12 Kilometer gelaufen um eine Zufahrt zu finden". Zwei Osteuropäische Piloten versorgten Theisinger mit etwas Essbaren. Die Fliegerkamerdschaft fand er toll. Im nahen Dorf tobte derweil ein Volksfest. Die russischen Piloten rieten ihm jedoch davon ab, ohne Russische Sprachkenntnisse ins Dorf zu gehen. So blieb er am Flugzeug um der Dinge zu harren.

Nachbetrachtung nach einer anstrengenden Rückholfahrt die, Mitten in der Nacht endete. Von links Georg Theisinger, Martin Theisinger, Susanne Schödel und Mannschafts Coach Uli Schwenk.

Nachbetrachtung nach einer anstrengenden Rückholfahrt mit Ende mitten in der Nacht. Von links Georg Theisinger, Martin Theisinger, Susanne Schödel und Mannschafts-Coach Uli Schwenk.

Mittlerweile hatte sich herumgesprochen, dass 27 Hängergespanne im Niemandsland zwischen Ungarn und Serbien standen. In der Luft war der Einflug klar geregelt, aber an Rückholtouren mit dem Auto hatten die Organisatoren wohl nicht gedacht. Nach langen Verhandlungen setzte sich der Hänger Konvoi mit 27 Gespannen in Bewegung. Klar war aber nicht, ob es befahrbare Brücken über die Theis gab. Indessen waren Susanne Schödel und Georg Theisinger mit weiteren Piloten ins Dorf marschiert.

Freundlich und dezent nahm sich die Polizei der Piloten an. „Wir wussten nicht, ob wir nun festgehalten  werden, oder zum Schutz in der Polizeistation bleiben sollten" so Susanne. Eine sehr freundliche Lehrerin dolmetschte und war hier eine wertvolle Hilfe. In rabenschwarzer Nacht wurden die Flugzeuge wieder gefunden und abgebaut. Aus den verschlammten Äckern kam man nur mit Mühe  heraus.

Ein Österreichischer Pilot fand sein Flugzeug gar nicht mehr und kehrte erst am nächsten Tag gegen 15.00 Uhr zurück. Auf dem Rückweg wurde die Grenze nochmals  zur Strapaze. Erst nach penibler Abfertigung war der Weg nach Szeged in Ungarn frei. Nach 03.00 Uhr in der Nacht kehrte Schödel mit ihrer Mannschaft Walter Eisele und Ingrid Blecher zurück.

Die Wettbewerbsleitung  erklärte den kommenden Flugtag zum Ruhetag für die 15-Meter Klasse. Denn für die Mannschaften hieß es jetzt, völlig verschlammte Flugzeuge, Hänger und Autos zu reinigen. „ Das war Abenteuer pur", erläuterte die Frankfurterin ihren Teamkameraden.

Und am 03. August hob die Langenselbolder Thermikjägerin schon wieder ab. Dieses Mal liegt die letzte Wende in Rumänien! Das Abenteuer Segelflug-WM geht in die Verlängerung.

Wertungsflug eins bei Segelflug-WM mit Tagesplatz 17 vollendet/ in 15-Meter Klasse beste deutscher Teilnehmer/ Flugaufgabe zwei vor einer Kaltfront

Mit einem 17. Tagesplatz vollendete Susanne Schödel vom AC Langenselbold ihren ersten Wertungsflug bei einer offenen Segelflug-WM. Damit bewies die Frauenweltmeisterin der 15-Meter Klasse dass sie sich auch in der dominierenden Männerwelt gut behaupten kann.

Schödel absolvierte die 333,6 km Racing Task mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 77,7 km/h. Bei teilweise stark durch Wolken abgeschirmtem westlichem Fluggebiet setzte Schödel auf eine Gruppe von Piloten. "Mit diesem Feld bin ich mittgeschwommen und so habe ich Szeged wieder gut erreicht" so die Ventus 2 Pilotin.

Ihre beide deutschen Mitkonkurrenten Georg und Martin Theisinger erlebten einen eher schwarzen Flugtag. Georg Theisinger musste bereits nach 113,3 Flugkilometer auf den Acker. Bruder Martin rettete sich darüber nochmals mit einem schwachen Aufwind. Doch nach 303,6 Km war die Flugreise dann auch zu ende. Tagessieger des anspruchsvollen Flugtages wurde der Polnische Pilot Lukasz Wojik mit 80,7km/h auf einer ASG 29/15m. Vor einer heranziehenden Kaltfront sollen die Piloten WM-Piloten Flugstrecken von über 300 Km absolvieren. 

Aussenlandung vor der Gewitterfront

Gerade noch rechtzeitig: Segelflieger von Susanne vom Acker geborgen

Teammeteorologe Erland Lorenzen sagte Thermik bis in 1800 Meter voraus. Schödel muss sich sputen, denn die Kaltfront kommt rascher als gedacht auf Szeged zu. Am Wochenende soll dann aber endlich bessere Thermik das Fliegen erleichtern. „ Bis jetzt war es ganz schön knifflig“ resümiert Schödel den bisherigen Verlauf der Segelflug-WM. Wie es aussieht wird nahezu das gesamte Feld auf fremden Flugplätzen oder Äckern landen müssen. Um 17.30 Uhr zieht eine schwarze Wolkenwand unaufhaltsam auf Szeged heran.

Offene Klasse schafft  ersten  Wertungsflug/ 18-Meter Klasse nach Start in der Luft neutralisiert/ 15-Meter Klasse bleibt am Boden/ endliches fliegbares Wetter in Sicht

Susanne Schödel vom AC  Langenselbold muss in Szeged/Ungarn  bei der Segelflug-WM  weiter  auf ihren ersten  Wertungsflug warten.  Die 15-Meter Klasse blieb bei äußerst schwierigem Wetter gleich am Boden.  Die 18-Meter Klasse  hob am Dienstag  (27. Juli)zwar ab wurde aber nach dem Start noch in der Luft neutralisiert.

„ Wir hätten eventuell wie  die  Offene Klasse  eine  Wertung geschafft" so der zweifache Weltmeister Werner Meuser in seiner Analyse. Doch bei inhomogenen Wetterbedingungen sind solche Flugtage ab und an ein echtes Würfelspiel.  Am Mittwoch wurde der geplante Flugtag  bereits beim morgendlichen Briefing gestrichen. Ab Donnerstag (29.Juli) erspäht Teammeteorologe Erland Lorenzen endlich gut fliegbares Wetter zur Segelflug-WM.

Weiter warten heißt es für Susanne Schödel (Mitte) bei der Segelflug-WM in Szeged/Ungarn. Nun scheint die Schlechtwetterphase in Ungarn aber bald vorbei zu sein!

Weiter warten heißt es für Susanne Schödel (Mitte) bei der Segelflug-WM in Szeged/Ungarn. Nun scheint die Schlechtwetterphase in Ungarn aber bald vorbei zu sein!

Susanne Schödel fliegt in Szeged die 31. FAI Segelflugweltmeisterschaften mit
Zwei Frauen gegen 144 Männer aus 33 Nationen

Als amtierende Segelflug- Frauenweltmeisterin nimmt Susanne Schödel vom AC Langenselbold derzeitig an den 31. FAI Segelflugweltmeisterschaften in Szeged/Ungarn teil. Am selben Ort, im Ungarischen Tiefland, erflog die Ventus 2 Pilotin im Jahr 2009 die WM-Krone der 15-Meter Klasse.

Susanne Schödel mit der Deutschen Mannschaft nach der Eröffnungsfeier
Susanne Schödel mit der Deutschen Mannschaft nach der Eröffnungsfeier

Mit 23 Jahren begann Susanne Schödel in Mainz- Finthen mit dem Segelfliegen, nachdem sie vorher Windsurfing betrieben hatte. „Die Elemente Luft und Wasser haben mich schon immer gefesselt“ berichtet die WM- Pilotin. Nach dem Studium zur Politikwissenschaftlerin, wechselte Susanne Schödel ihre Berufsrichtung und ist nun Geschäftsführerin einer Brustkrebsinstitution (Susan G. KOMEN Deutschland e.V.). Das Ziel des eingetragenen Vereins ist die Früherkennung des Brustkrebses zu verbessern und mit Aufklärungskampagnen Frauen zu sensibilisieren.

Segelfliegen hat für die Weltmeisterin einen hohen Stellenwert. „Es ist ein sehr komplexer Sport“ analysiert die Fluglehrerin vom AC Langenselbold. „ Neben der Fähigkeit ein Segelflugzeug gefühlvoll zu steuern, gehört Erfahrung zur Aufwindsuche dazu“. „ Das Verständnis für die Technik und Einschätzung des Wetters gehört ebenfalls dazu“ resümiert Susanne. „ Wichtig ist die Mentale Einstellung beim Wettbewerbsfliegen“. „Das bringt selbst im Beruf etwas, den beim Segelfliegen muss man lange Stunden zu hundert Prozent konzentriert sein“ resümiert Schödel.

Seit 2006 ist sie mit Freude Fluglehrerin und gibt gerne ihre eigene Kenntnisse an den Fliegernachwuchs weiter. Einen großen Stellenwert haben die Segelflugwettbewerbe. „ Man hat täglich den direkten Vergleich und lernt dazu“. Die Frage: Wie war meine Leistung wird so nach Flugende schnell beantwortet. Um sich für Wettbewerbe und die Segelflug-WM fit zu halten steht Lauf- Fitness und Krafttraining an.

„Es bereitet mir große Freude jetzt an einer Offenen WM teilnehmen zu können“ so die Weltmeisterin. „ Ziel in Ungarn ist ein gutes Resultat zu erfliegen“. Mit einer Russischen Teilnehmerin steht Susanne Schödel eine dominierende Männerwelt bei der Segelflug-WM entgegen. Immerhin fliegen in drei Wertungsklassen, die aus Offene- 18-Meter- und 15-Meter Klasse bestehen, 144 Piloten und nur zwei Frauen mit.

„Ich versuche meine beste sportliche Form abzurufen“ so Susanne Schödel. Mit Walter Eisele und Ingrid Blecher steht ihr eine erfahrene Mannschaft, die selbst über große Wettbewerbserfahrung verfügt zur Seite. Während in der Trainingswoche gute Thermik bei Temperaturen von bis zu 36 Grad herrschte, sorgt ein Temperatursturz von 20 Grad in Ungarn nun für augenblicklich schlechtes Wetter. Nach der feierlichen Eröffnung am 24. Juli in der Innenstadt von Szeged, fiel der erste geplante Wettbewerbsflug des 25.Juli anhaltendem Regen und einem Höhentief zum Opfer. Die Segelflug- WM wird bis zum 07. August fortgesetzt. Vier Wertungsflüge sind für eine gültige Wertung erforderlich.

Teammeteorologe Erland Lorenzen hofft, dass spätestens Dienstag den 27. Juli spannenden Luftrennen gestartet werden können. Erstmals dürfen die Luftsportler in Teile des Serbischen und Rumänischen Luftraum einfliegen.

Team des AC Langenselbold erringen 2.Platz bei der Euroglide 2010

Vierter Tabellenplatz in der Segelflugbundesliga

 

Mitte Juni begann in Eindhoven in den Niederlanden die Euroglide 2010. Dies ist ein Wandersegelflug unter Wettbewerbsbedingungen durch ganz Europa. Vom AC Langenselbold nahm in diesem Jahr das Team Andy Kath/Siegbert Gehl auf ASH 25 teil. Die Route führte in diesem Jahr von Holland über Norddeutschland nach Dresden. Dort gab es einen Wendepunkt der umrundet werden musste. Dann ging es weiter in die Schweiz zum Genfer See. Der letzte Pflichtwendepunkt lag in der Bretagne weit westlich von Paris. Von dort galt es zurück nach Holland zu gelangen. Als Besonderheit sind die  Langenselbolder Flieger völlig ohne fremde Unterstützung unterwegs. Alles was man braucht ist im Flugzeug untergebracht. Die meisten anderen, der 85 Teilnehmenden Piloten haben eine Crew dabei die im Anhänger hinterherfährt. Der Wettbewerb dauert solange wie nötig um zum Ziel zu gelangen. In diesem Jahr ist die 2400 km lange Strecke in vier bis sechs Tagen zurückgelegt worden. Kath/Gehl kamen als zweite in Holland an, nach Übernachtungen im Harz; Kulmbach und Frankreich.

In der Segelflugbundesliga konnten die Piloten des Aeroclubs auch an dem vergangenen Wochenende nur wenige Punkte erzielen. Zu hoch waren die Geschwindigkeiten der Vereine die direkt am Thüringer und Bayrischen Wald starten konnten. Den Vogel schoss Ex-Europameister Herbert Zemmel  ab. Er flog mit 135 km/h entlang des Thüringer Waldes, Fichtelgebirges und des Bayrischen Waldes. Obwohl die Langenselbolder den gleichen Wetterraum nutzen konnten verloren Sie durch den Hin-und Rückflug an Geschwindigkeit. Rang 14 und sieben Punkte sind das Ergebnis aus Langenselbolder Sicht.

 

Die Tabelle nach elf von 19 Runden:

 

1. Platz                         SFZ Königsdorf (BY)                         163 Punkte

2. Platz                         SFG Guilini/Ludwigshafen (BW)       128

3. Platz                         LSG Bayreuth (BY)                            124

4. Platz                         AC Langenselbold (HE)                      122

Gemeinsame Übung mit Feuerwehr und Rotem Kreuz

Ein Motorflugzeug muss bei der Landung zwei Fußgängern ausweichen die sich unerlaubt im Bereich der Landebahn des Langenselbolder Flugplatzes bewegen. Beim Ausweichmanöver werden die Fußgänger von der Propellermaschine erfasst. Die Maschine überschlägt sich, der Pilot wird aus der Maschine geschleudert und dabei schwer verletzt.

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Ein Szenario das sich mit Sicherheit niemand vorstellen möchte aber durchaus möglich wäre.

Dies war Ausgangslage für eine von insgesamt drei realistischen Übungen die an einem gemeinsamen Übungstag von Freiwilliger Feuerwehr und Deutschem Roten Kreuz Langenselbold abgearbeitet werden mussten. Dabei konnten die hohen Temperaturen von über 36 Grad die Einsatzkräfte von ihrem Vorhaben nicht abschrecken.

 

Die Übung auf dem Langenselbolder Flugplatz war gleichzeitig ein Notfalltraining für Flugleiter und das Flugteam des Aeroclubs.

rettungsuebung2Diese wussten von der eingangs berichteten Übung nichts und mussten das Notfallszenario vollständig abarbeiten. Die Rettungsassistentin des ersteintreffenden Rettungswagens führte eine Vorsichtung der drei Patienten durch, um die medizinische Versorgung durch die beiden Rettungswagenbesatzungen zu priorisieren und eine Lagemeldung mit Nachforderung weiterer Einheiten an die Übungsleitung abzugeben.

 

Abgesichert wurde die Einsatzstelle durch die Feuerwehr, die das Flugzeug sicherte, den Brandschutz gewährleistete und den Rettungsdienst tatkräftig unterstützte.

AC Langenselbold nach 10 Runden der Segelflugbundesliga mit Platz 2 immer noch in der
Spitzengruppe

Am vergangenen Wochenende konnte man in ganz Deutschland hervorragende Bedingungen für den Streckenflug finden. So wurden entlang des Bayrischen Wald und des Thüringer Waldes Strecken über 1000 km geflogen.

Die Langenselbolder Piloten trafen an diesen Tagen nicht die richtigen Routen und mussten sich abgeschlagen auf dem 26.Platz wiederfinden. Gewonnen haben diese Runde die LSG Guilini-Ludwigshafen die ausgerechnet im Odenwald und der Rhön mit Uwe Melzer eine Geschwindigkeit von 109 km/h erzielten. Die Rundengeschwindigkeit des Vereins betrug 324 km/h. Ebenfalls in heimischen Gefilden flog der FSV Odenwald-Walldürn auf den Zweiten Rang. Dritter wurden die Nordlichter vom HAC Boberg bei Hambueg die den kochenden Sandboden der Lüneburger Heide in eine Geschwindigkeit von 322 km/h umsetzten.

Da konnte der AC Langenselbold mit je 95 km/h durch Inga und Thomas Willenbrink und 90 km/h von Rainer Reubelt die Geschwindigkeit nicht über 280 km/h treiben. Nur der komfortable Vorsprung rettete den Kinzigtalern den zweiten Tabellenplatz.

1. SFZ Königsdorf        (BY)                    148    Punkte

2. AC Langenselbold    (HE)                   115

3. SFG Guilini Ludwigshafen (BW)         115