Aero-Club Langenselbold

   
Fliegernachwuchs aus Langenselbold kann Heimvorteil nicht nutzen

Am vergangenen Samstag wurden die Nachwuchstalente aus 6 Vereinen unter 26 Jungpilot/innen erflogen.

Unter den Augen der Punktrichter galt es, die vorgegebenen Übungen in 3 Wertungsflügen möglichst präzise zu absolvieren. Insbesondere der geforderte Seitengleitflug und die abschliessende Ziellandung in der 13 Meter langen Aufsetzzone stellte den Nachwuchs aus Südhessen vor große Herausforderungen.

jfv2011

"Start Frei" zum Wertungsflug

Am besten absolvierten Marc Friedrich aus Zellhausen, Andreas Herdt aus Butzbach und Jakob Hentschel aus Gelnhausen die Übungen. Bester Langenselbolder Pilot wurde der 16-jährige Jannis Schmitt auf Platz 8. Damit erreichte er immerhin eine Punktlandung in der Wertungsliste, mit dieser Platzierung konnte er sich den letzten Qualifikationsplatz für den Hessentscheid am kommenden Wochenende sichern.

Fluglärm-Expertenrunde in Frankfurt/Landrat fordert belastbares Gutachten

Rainer Habermann (Gelnhäuser Neue Zeitung) berichtet

gnz_arbeitskreis_fluglaerm

Expertenrunde mit Landrat Erich Pipa (li.), Dr. Peter Tauber (3. v.l.), Fluglotse Mike Morr (7. v.l.), dem Sprecher des Arbeitskreises Fluglärm, Jens Olbrich (stehend), Rechtsanwalt Matthias Möller-Meinecke (3. v.r.) und Dr. Matthäus Müller (re). (Foto: Habermann)

"Die Deutsche Flugsicherung hat es in der Hand, ein wesentlich leiseres Anflugverfahren auf den Rhein-Main-Flughafen einzuführen. Das funktioniert ohne Weiteres und bei den jetzt gültigen gesetzlichen Bedingungen. Sie geht aber den ,Weg des geringsten Widerstands' und stellt wirtschaftliche Interessen vor die Gesundheit der Bürger". So lautet die Quintessenz der Aussagen zweier renommierter Fluglärmexperten: des Flugmediziners Dr. Matthäus Müller und des früheren Leiters der Flugsimulation der DFS, Mike Morr.

Müller hatte gemeinsam mit Rechtsanwalt Matthias Möller-Meinecke , der die Klagegemeinschaft unter anderem des Main-Kinzig-Kreises sowie der Kommunen Hanau und Rodenbach für ein generelles Nachtflugverbot vertritt, zu einer Fachdiskussion in ein Frankfurter Architektenbüro eingeladen. Daran nahmen neben dem Leiter Flugsimulation der DFS, Helmut Hock, sowie zahlreichen Politikern, Flugkapitänen, einem Fluglotsen und Mitgliedern der Fluglärmkommission auch zwei heimische Politiker teil: Landrat Erich Pipa und der CDU·Bundestagsabgeordnete Dr. Peter Tauber.

Pipa ging in der anschließenden Diskussion mit einem Vorschlag zum gemeinsamen Handeln in die Offensive, dem sich auch Tauber rückhaltlos anschloss: "Wir brauchen ein namhaftes und belastbares Gutachten mit dem Nachweis, dass ein weniger lärmintensives Anflugverfahren auf den Rhein-Main-Flughafen möglich ist." Der Kreis könne sich an der Erstellung eines solchen Gutachtens finanziell beteiligen. Pipa erhielt die Unterstützung Taubers, der "kein Ping-Pong-Spiel über politische Verantwortlichkeiten" beginnen wollte, sondern ebenfalls forderte, dass "die Region mit einer Stimme sprechen" müsse.

Als Experte für ein entsprechendes Testat profilierte sich in der Diskussion Mike Morr. Der vor zwei Jahren bei der DFS ausgeschiedene frühere Simulationschef ist selbst Pilot und ausgebildeter Fluglotse. Er setzt derzeit eine Luftraumstrukturplanung in Dubai um, hat vor geraumer Zeit ein umweltschonendes Anflugverfahren für den Amsterdamer Flughafen entwickelt, das durch geschickte Routenführung über dem Meer auch zu einer wesentlichen Senkung der Lärmbelastung für Amsterdamer Bürger führte. Morrs Aussagen zur Politik der DFS sind eindeutig: "Jeder Lotse ist froh und dankbar, wenn er so viel Luftraum wie möglich zur Verfügung hat. Umso bequemer wird sein Job, denn Flieger müssen nach internationalen Regeln eine laterale Distanz von mindestens 3,5 Kilometern und eine vertikale von mindestens 300 Metern zueinander einhalten." Die Konsequenz, welche die DFS für den Rhein-Main-Flughafen gezogen hat, war, den Luftraum nach unten und in der Breite zu erweitern. Zu Lasten der Bevölkerung, denn 300 Meter näher am Boden bedeuten schlichtweg eine Verdoppelung des Lärmpegels. Das geht, laut Morr, aber auch anders: nämlich nach oben.

Fluglotse: Wir müssen darüber nachdenken, zu alten Anflugverfahren zurückzukehren

"Wir müssen auch darüber nachdenken, wieder zu ,alten' Anflugverfahren zurückzukehren", sagt der Planer, der 1973 seinen Hochschulabschluss machte, 1975 die Pilotenlizenz erwarb und seit 1978 ausgebildeter Fluglotse ist. Die Äußerung zielt auf frühere Verfahren auf Rhein-Main, bei denen die Flieger in größeren Höhen auf Warteschleifen gehalten wurden, bevor sie in den Endanflug und ins "ILS", also auf den Leitstrahl zur Landung, gelotst wurden. Ähnlich arbeitet der Flughafen London-Heathrow heute. Und ähnlich arbeiten auch die Lotsen am Münchner Flughafen, bei dem es ebenfalls deutlich weniger Lärmbelastung gibt, wie Müller in seiner Studie herausarbeitete - vor allem nicht bereits in einer Entfernung von fast 50 Kilometern vom Airport. So geschieht es aber durch das Horizontal-Anflugsystem in Frankfurt, gestaffelt über- 'und nebeneinander - ab Bad Orb, ab Wächtersbach, ab Gelnhausen und in einer Höhe, die an manchen Stellen des Kinzigtals gerade einmal 900 Meter über Grund beträgt.

Eines wurde auf jeden Fall deutlich in der Diskussion der Frankfurter Expertenrunde: "Wir brauchen kreative Lösungen im Luftraummanagement", formulierte Morr. Tauber, der ebenso wie Pipa bereits Gespräche mit der DFS Geschäftsleitung geführt hat, fasste deren Haltung in diesen Fragen recht einprägsam zusammen: "Die Situation, bezogen auf den Lärm, ist im Rahmen der gesetzlichen Bedingungen veränderbar. Das könnte die DFS auch, sie will es nur nicht." Nachdem bereits die Bürgermeister nahezu aller Gemeinden des Main-Kinzig-Kreises eine Resolution verabschiedet und sich der "Rodenbacher Erklärung" angeschlossen haben (die GNZ berichtete), könnte nun weitere Bewegung in die Bekämpfung des offenbar keineswegs "naturnotwendigen" Fluglärms kommen.

Rainer Habermann (Gelnhäuser Neue Zeitung)

AC Langenselbold erkämpft erneut wichtige Punkte

Platz 11 in der viertletzten Runde der Bundesligasaison 2011

 

Im hessischen Frühherbst kommen die Langenselbolder Piloten immer besser in Fahrt.Während die schwäbischen Vereine und auch der Schwarzwald kaum befliegbar waren konnten unsere heimischen Piloten ein sehr kurzes Wetterfenster am Sonntag nutzen.

Inga Willenbrink,Thomas Willenbrink und Stefan Schreyer machten sich auf den Weg nach Norden durch die Wetterau über Giessen nach Marburg. Stefan Schreyer beschreibt die Wettergrenze im Siegerland wo er kurz vor Hirzenhain Richtung Osten wendete. Über Mittelhessen hinweg führte ihn der Weg bis Eschwege. Bereits der Rückweg wurde aufgrund der schon wieder schwächer werdenden Thermik beschwerlich. Über das osthessische Bergland und die westliche Rhön gelang er immerhin noch bis Fulda. Dort musste er dann gegen 18:00 den Motor benutzen um nach Langenselbold zurück zu gelangen. Bis dort erreichte er eine gute Durchschnittsgeschwindigkeit von 94 km/h.

Die anderen flogen ganz ähnliche Strecken, wobei Rainer Reubelt und Susanne Schödel sogar zu den Kühen mussten. Susanne Schödel landete in Oberems im Taunus. Rainer Reubelt landete zunächst in Butzbach um von dort einen zweiten Versuch zu starten. Dieser endete dann in Fulda Johanisau. Die Fuldaer Freunde haben Ihn dann wieder Richtung Langenselbold zurückgeschleppt. Das Resultat des Wochenendes waren 10 wichtige Punkte für den AC Langenselbold. Die Abstiegsgefahr ist somit hoffentlich vorüber.

Die Rundensieger kamen in dieser Runde aus der Lüneburger Heide vom LSV Burgdorf.Sie fanden dort recht gute Segelflugbedingungen mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von etwa 110 km/h vor. Als Zweitplatzierte konnte der Bückeburger Verein einmal mehr das Wiehengebirge zum Hangflug nutzen und dort punkten.

 

1.   FLG Blaubeuren         (BW)                        235 Punkte

2.   LSV Burgdorf             (NI)                          208 Punkte

3.   LSV Schwarzwald      (BW)                         201 Punkte

17. AC Langenselbold      (HE)                         100 Punkte

 

Albrecht Müller, Stefan Schreyer und Sigi Samson retten die Selbolder vorerst vor dem Abstieg. Eine ganz schwere Saison erleben zurzeit die Piloten aus dem Kinzigtal.Immer wieder waren die Rennstrecken im süddeutschen Raum für die Flieger aus dem Kinzigtal unerreichbar. Während die Konkurrenz auf den schwäbischen Alb und am Thüringer Wald schon lange unterwegs war mussten unsere heimischen Piloten immer erst dorthin fliegen. So gelang es häufig nicht die notwendigen hohen Durchschnittgeschwindigkeiten zu erreichen.

Dies führte dazu das der AC Langenselbold nach der 13. Runde auf dem 26.Platz der Bundesliga lag. Da in der aus 30 Spitzenvereinen bestehenden Bundesliga jeweils 7 Vereine absteigen, wäre der Langenselbolder Verein im nächsten Jahr möglicherweise Zweitklassig.

Am vergangenen Wochenende passten die Bedingungen endlich wieder einmal für den Sieger der World League des Jahres 2008. Coach Sigi Samson sah die Chance im Satellitenbild für ein Wetterfenster im Süden von Langenselbold. So machten sich die drei oben genannten Piloten auf den Weg Richtung Südwesten bis Landau in der Südpfalz. Von dort ging es rasant mit gutem Rückenwind bis nach Roth im Süden Nürnbergs. Der Heimweg sollte noch mehr als spannend werden, da die Bewölkung immer mehr zunahm und im Spessart die erste Regenwand stand. Mit viel Geschick und Geduld fanden Sigi Samson und Stefan Schreyer bei Miltenberg den rettenden Aufwind um sicher zum Heimatflugplatz zurückzukehren. Der Lohn für diesen kniffligen Flug waren 18 Punkte mit Platz drei in der Bundesliga. Die Piloten waren mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 100 km/h unterwegs und mussten nur den LSV Bückeburg der das Wiehengebirge im Hangflug nutzen konnte und den LSV Bayreuth, der weit nach Tschechien flog, vorbeiziehen lassen. Die Klasse der Selbolder zeigt auch das Ergebnis Schreyer/Samson, die am Samstag mit Ihren Bundesligaflügen über 535 km gleichzeitig die zweitgrößten Strecken in ganz Deutschland flogen.

In der Segelflugbundesliga rangiert der AC Langenselbold nach 14 Runden nun auf Platz 22 und ist damit vorerst aus der Abstiegszone. Alle Hoffnung ruht auf den letzten fünf Runden in denen der Wettergott noch etwas für die Flieger aus dem Kinzigtal tun kann, um einen Abstieg zu verhindern.

 

Platz 1                  214 Punkte           FLG Blaubeuren              (BW)

Platz 2                  188 Punkte           LSV Burgdorf                  (NI )

Platz 3                  181 Punkte           LSV Schwarzwald           (BW)

Platz 22                  75 Punkte           AC Langenselbold           (HE)

Alle Ergebnisse unter: www.ac-langenselbold.de/bundesliga

 

 

 

Weltmeistertitel im Segelfliegen souverän verteidigt

Susanne Schödel aus Frankfurt hat in Arboga die Weltmeisterschaft der Frauen im Segelfliegen gewonnen und damit ihren Titel in der FAI 15-Meter-Klasse, den sie vor zwei Jahren erobert hatte, souverän verteidigt. In dem Wettbewerbszeitraum vom 15. bis 25. Juni ließen die schwierigen Wetterbedingungen in Schweden lediglich sechs Wertungen zu, bei denen die 39 Jahre alte Susanne Schödel einen Tagessieg erringen konnte, dazu zwei zweite Plätze sowie drei vierte Plätze. Sie siegte mit einer Gesamtpunktzahl von 2908 Punkten und einem komfortablen Vorsprung von 271 Punkten vor Anne Ducarouge aus Frankreich (2637) und Alena Netsusilova aus Tschechien (2572). 

„Ich bin mit dem Wunsch nach Arboga gereist, die Weltmeisterschaft zum zweiten Mal zu holen und habe mich bestmöglich, vor allem auch mental, auf den Wettbewerb vorbereitet", sagt Susanne Schödel, der einerseits die idyllische Landschaft am Boden gefiel, die aber großen Respekt vor den ausgedehnten Wäldern und großen Seen hatte, die im Notfall nur wenige Landemöglichkeiten boten. Dazu kam das wechselhafte Wetter mit nicht verlässlicher Thermik, sehr starkem Wind und überraschenden Regenschauern. Sie kam damit letztlich aber am besten zurecht. „Das lange Warten auf den Start zermürbte, und wir wurden sogar bei Regen hochgeschleppt und mussten fliegen. Das ist außergewöhnlich. Da musste man schon cool bleiben und extrem kämpfen, um oben zu bleiben."

Siegerehrung WM 2011 Die Siegerinnen der 15m-Klasse
Anne Ducarouge, Susanne Schödel, Alena Netsusilova



„Oben bleiben" - mit diesem Motto war Susanne Schödel angesichts der erwarteten Bedingungen nach Schweden gereist. Es sollte am vierten Wertungstag die Entscheidung herbeiführen. Anne Ducarouge lag in Führung, Susanne Schödel auf Platz zwei. Der Deutschen gelang mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 94 Stundenkilometern der Tagessieg, und die Französin musste außenlanden. „Ich war an diesem Tag sieben Stundenkilometer schneller als die anderen", erklärt Susanne Schödel das Geschehen, „aber es war eine echte Herausforderung. Anne Ducarouge hat 440 Punkte auf mich verloren und fiel auf den sechsten Rang zurück. Dass sie am Ende noch Zweite wurde, zeigt, welch hervorragende Pilotin sie ist."

Ihren ersten Weltmeistertitel hatte Susanne Schödel, die das Segelfliegen neben ihrer Tätigkeit als Geschäftsführerin von Susan G. Komen e.V. - Verein für die Heilung von Brustkrebs in Frankfurt betreibt, lediglich mit einem Vorsprung von vier Punkten gewonnen. Dass sie die Konkurrentinnen diesmal mit 271 Punkten auf Distanz halten konnte, zeigt ihre Dominanz in diesem Wettbewerb. Sie hat sich mit diesem Sieg einen Startplatz bei der offenen Weltmeisterschaft im Sommer 2012 in Uvalde/Texas gesichert, wo im Feld der Männer nur sehr wenige Frauen berücksichtigt werden. 

Susanne Schödel gewinnt im schwedischen Aboga den Titel der Weltmeisterin der Frauen in der 15m-Klasse

 

Wie bereits berichtet hatte sich Susanne am fünften Flugtag an der Spitze etabliert. Am Samstag konnte Sie die Racing Task über 158 km zwar nicht ganz erfüllen, aber von der Konkurrenz schaffte es nur Jutta Sturm aus Frankreich die Aufgabe zu bewältigen. Susanne fehlten am Ende nur 8 km ins Ziel und landete damit auf Tagesplatz Zwei. Im Endergebnis konnte Sie ihren Vorsprung allerdings noch weiter ausbauen, sodaß Sie Ihren zweiten Weltmeistertitel souverän nach Hause geflogen hat. Das Endergebnis der 15 m-Klasse:

1. Susanne Schödel         (D)                   2908 Punkte

2. Anne Ducarange          (F)                   2637

3. Alena Netusilova         (CZ)                 2572

Der AC Langenselbold gratuliert seiner neuen unsd alten Weltmeisterin

Susanne Schödel und freut sich Sie am Dienstag Abend um 19:00 auf

dem Flugplatz Langenselbold begrüßen zu dürfen.

 

 

Susanne führt nach dem fünften Wertungstag

Ehrung für Meike Mueller und Susanne Schödel als Tagesschnellste

Ehrung für Meike Mueller und Susanne Schödel als Tagesschnellste

Bei den Frauenweltmeisterschaften im Streckensegelflug im schwedischen Aboga, südwestlich von Stockholm hat die Langenselbolder Fluglehrerin die Führung in der 15m-Klasse übernommen. Von einem Anfangs Vierten Rang hat Sie sich nach fünf Flugtagen nach ganz oben gekämpft. Unter schwierigen Wetterbedingungen mit vielen Schauern und Gewittern hat Sie bei noch drei verbleibenden Tagen alle Chancen Ihren Weltmeistertitel zu verteidigen. Die Mitglieder des AC Langenselbold fiebern mit und drücken Ihr mächtig die Daumen.


pressebericht_segelfliegerdelegation
Zur offiziellen Eröffnung der Segelflug-Saison lud der Aero-Club Langenselbold, der im vergangenen Jahr sein 60-jähriges Bestehen feiern konnte, eine Woche vor Ostern Vertreter von Fernsehen, Rundfunk und der Presse zu Rundflügen über das Kinzigtal ein.

Karl-Heinz Bär vom Stadtjournal berichtet ...